Es gibt Spiele, die man spielt, und Spiele, in denen man versinkt. Fishy Fish von dem französischen Verlag Djeco gehört zur zweiten Art. Auf den Spielbrettern wimmelt es nur so von Fischen, Tauchern, Algen und Meeresbewohnern, und in dem Stoffbeutel befinden sich zweihundert Spielkarten, die jeweils ein Detail zeigen, das man irgendwo zwischen all dem Trubel wiederfinden muss. Sobald die erste Karte aus dem Beutel gezogen wird, beugen sich alle über das Brett und es wird am Tisch still.
Das ist das Besondere an diesem Suchspiel: Die vier Bretter sind untereinander austauschbar. Man kann sie in beliebiger Kombination nebeneinander legen, sodass das Bild bei jeder Spielrunde anders aussieht und niemand darauf zurückgreifen kann, was er beim letzten Mal schon gefunden hat. Mit 200 Suchaufträgen dauert es außerdem lange, bis man alles gesehen hat. In der Zwischenzeit trainieren Kinder ihren Blick fürs Detail, ihre Konzentration und ihre Geduld, und bei solchen Suchspielen fühlt sich das nie wie Üben an, sondern alles geschieht ganz natürlich: das ist spielerisches Lernen.
Fishy Fish ist eine klassische Spielidee in neuem Gewand: Die Illustrationen stammen komplett von Djeco, und die Bretter, Karten und die Schachtel sind aus FSC-zertifiziertem Papier und Karton gefertigt. Man kann es alleine oder zu viert spielen, ab etwa fünf Jahren, und es ist eines dieser Spiele, bei denen Erwachsene am Tisch ganz von selbst mithelfen, etwas zu suchen. Der Stoffbeutel hält alle Karten ordentlich zusammen, auch wenn die Schachtel nach ein paar Jahren zu Schaden kommt.